Sonntag der Weltmission 2016 (2)

Der Anlass

„... denn sie werden Erbarmen finden"

unter dieser Botschaft aus Matthäus 5,7 stand die Aktion zum Sonntag der Weltmission im Oktober 2016. 

Der Blick richtete sich in diesem Jahr auf das Beispiel der Christen auf den Philippinen. Aus dem Glauben heraus setzen sie sich für die Würde der Menschen und den Schutz der Familien ein. Trotz wiederholter Naturkatastrophen und weit verbreiteter Armut lassen sie sich die Freude am Leben und am Glauben nicht nehmen.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch heuer am BSZ Neumarkt  diese Aktion begangen. Am 18. Oktober kam, im Rahmen der Missio - Campagne das Referat Weltkirche mit dessen Leiter Gerhard Rott und der diesjährige Gast Bischof Valentin Cabbigat Dimoc aus den Philippinen zu uns an die Schule. Etwa 100 Jugendlichen aus verschiedenen Klassen erzählte er über seine Heimat und seine Arbeit. Er forderte zur weltweiten Solidarität auf. 

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Im Folgenden einige Wort über Bischof Dimoc:

Valentin C. Dimoc, geboren am 14. Februar 1969, gehört der indigenen Gruppe der Tuwali in der Provinz Ifugao an. Nach seinen Studien in Baguio und Vigan empfing er seine Priesterweihe am 19. Mai 1998 in Hingyon/lfugao.

Valentin C. Dimoc ist stark geprägt durch den inzwischen verstorbenen Francis Claver SJ (Bischof von Bontoc 1995-2004), dem der Aufbau seiner Diözese unter dem Konzept einer partizipatorischen Kirche mit Kleinen Christlichen Gemeinschaften KCG ein großes Anliegen war und der Dimoc im Jahr 2000 zum diözesanen Koordinator der KCG (2000-2008) und Direktor der Sozialpastoral und des Entwicklungsbüros (2000-2015) ernannt hatte. Bemerkenswert, dass Dimoc nebenbei Entwicklungsmanagement weiter studierte und im Jahr 2006 mit einem Master-Diplom abschloss.

Erst am 4. August 2015 wurde er zum Bischof geweiht. Er ist der fünfte Bischof des jungen Vikariates in dieser entlegenen armen Berg-Region, die die beiden Provinzen Ifugao und Mountain Province umfasst. Das Christentum gibt es dort erst seit ca. 100 Jahren. Etwa 60 % der Gesamtbevölkerung von 246.000 (Zensus 2010) gehört heute jedoch schon zur katholischen Kirche.

Bischof Dimoc ist ein starker Verfechter der Rechte der indigenen Bevölkerung, von sozialer Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung. So unterstützt er etwa die indigenen Organisationen im Kampf um ihre Rechte bei zwei Wasserkraftprojekten in den beiden Provinzen.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule und auch die anwesenden Lehrer waren beeindruckt und hörten sehr interessiert zu. Sie haben sich vorgenommen das Thema im Religionsunterricht zu vertiefen.

Im November 2016

J. Rupp, StD

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