Misereor-Fastenaktion

„Neu denken! Veränderung wagen!“ lautet das Motto der diesjährigen Fastenaktion des Bischöflichen Hilfswerks Misereor. Dieses Jahr steht der Klimawandel im Fokus.

Schulleiter Albert Hierl und StD Johann Rupp, zugleich Fachbetreuer Religion, begrüßten daher am Freitag, 06.03.2015 Gerhard Rott vom Bischöflichen Ordinariat und Misereor-Referent Damaso Vertido von den Philippinen mit Dolmetscherin Natalie Köppen am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum.

 

  • 7D__0669
  • 7D__0687-2
  • 7D__0694

Damaso Vertido ist seit 1988 geschäftsführender Direktor der Mindanao Land Foundation (MinLand), die sich aktiv für die Einbindung armer Bevölkerungsteile einsetzt.

Mit einem Paddel, das er von den Philippinen mitgebracht hat, führte Damaso Vertido durch einen Bericht seiner Arbeit vor Ort. Das Paddel ist für ihn ein Sinnbild für den Klimawandel. Immer weiter müssen sich die Fischer von der Küste entfernen um ausreichend Fisch für den Eigenbedarf zu jagen. Und doch sind es die einfachen Dinge wie dieses Paddel, die auch gegen die Folgen und Ausbreitung des Klimawandels eingesetzt werden können. Von kaputten Schuhen, in denen Gemüse angepflanzt wird, bis hin zu Mangrovenpflanzungen, die dank des weit verzweigten Wurzelwerks als natürliche Wellenbrecher genauso wie als Lebensraum für Fische in Küstennähe dienen. „Mangrove is a tree of live“, sagte Damaso Vertido. In seinem Vortrag erschrecken die verheerenden Auswirkungen immer heftigerer und immer häufigerer Taifune in seinem Land. So dauert der Wiederaufbau nach Taifun Haiyan im Jahr 2013 noch bis heute an. Der Taifun forderte mehr als 6300 Menschenleben, rund 14,1 Millionen Menschen waren von den Auswirkungen betroffen. Viel Arbeit wurde deswegen von den Leuten vor Ort mit Hilfe von MinLand auch in die Installierung von Frühwarnsystemen vor Überschwemmung und die Erstellung von Fluchtplänen zu Evakuierungspunkten erarbeitet. Diese und viele weitere Projekte zur Selbsthilfe der Bevölkerung wurden bereits durch Spenden aus vergangenen Misereor-Aktionen unterstützt.

Nach dem Motto „Klimawandel geht uns alle an, CO2 akzeptiert keine Grenzen“ suchte Gerhard Kott im Anschluss an den Vortrag nach Möglichkeiten, wie wir alle in Deutschland mit „kleinen Paddelschlägen“ unseren Beitrag leisten können, um den Klimawandel nicht weiter anzuheizen. Lösungen die genannt wurden waren zum Beispiel: Die Heizung in der Wohnung nur ein, zwei Grad kühler stellen oder unnötige Autofahrten vermeiden um nur zwei zu nennen. Alle sind eingeladen, diesen Gedanken weiter zu denken. „Neu denken! Veränderung wagen!“

Tags: Klimawandel, 2015

Drucken E-Mail