Vortrag zum Sonntag der Weltmission

Besuch des Missio - Gastes Schwester Mary Stella Fernando am 24.10.2014

 

„Bildung ist das beste Mittel gegen Armut", sagt Schwester Mary Stella Fernando. Die Schwester vom Orden des Guten Hirten, 1947 in Sri Lanka geboren, engagiert sich vor allem für arme und unterprivilegierte Jungen, Mäd­chen und Frauen in verschiedenen Zentren des Ordens. Es waren auch Schwestern vom Guten Hirten, die sie als Schülerin erlebte und dadurch den Wunsch verspürte, nach der Schule eben­falls in den Orden einzutreten und den Armen beizustehen. Schwester Stella erlangte nach ei­nem Studium der Fächer Soziale Arbeit, Sozio­logie, Psychologie und Englisch ihren Bachelor of Science. Nach zahlreichen beruflichen Statio­nen, in denen sie sich vor allem für Kinder und Jugendliche eingesetzt hat, ist sie seit 2003 in Pakistan. Seit kurzem ist sie nun in Quetta tätig. Die 900.000 Einwohner zählende Stadt liegt im Westen Pakistans an der Grenze zu Afghanistan. Dort kommt es immer wieder zu gewalttätigen Anschlägen radikaler Muslime. Auch Anschläge gegen Frauen, zum Beispiel durch Säure, gehören dazu, so dass gerade für sie die Situation beängstigend ist.

Neben der fehlenden Bildung der Armen sieht Schwester Stella Probleme im Medizin-und Gesundheitswesen, vor allem für Mäd­chen und allein erziehende Mütter. Auch die Ernährungssituation ist gerade für die Armen schwierig: Die Kosten steigen für Lebensmittel, vor allem für Gemüse, die Einkommen jedoch nicht. Oft sind wegen der Mangelernährung die Kinder gar nicht in der Lage, dem Unterricht zu folgen. In dem islamischen Land ist darüber hinaus das Leben für Christen schwierig: „Für Christen ist das Leben in Pakistan schon eine Herausforderung. Aber ich sehe es als großes Geschenk an, in Pakistan für Jesus Zeugnis ab­zulegen", so Schwester Stella. So werden in der islamisch geprägten Gesellschaft Frauen und Mädchen ihre Rechte vorenthalten. „Es gibt keine Gleichberechtigung für Frauen und Mäd­chen. Wenn auch sie Bildung erhalten, werden sie selbstständig und unabhängig." Ihr Traum für die pakistanische Gesellschaft: Gesetze, die alle gleichberechtigen, Muslime und Christen.

Missio lädt für ihre Jahresaktion jedes Jahr Gäste aus der „Einen Welt" ein, um auf die Probleme der Menschen in vor allem unterentwickelten Staaten hinzuweisen aber auch durch die Spenden, die weltweit am Sonntag der Weltmission gesammelt werden, spürbar zu helfen.

Schwester Mary Stella Fernandes war im Rahmen dieser Aktion auch in der Diözese Eichstätt unterwegs. Die Religionsabteilung des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums in Neumarkt hat Schwester Mary Stella mit dem Leiter des Referates Weltkirche der Diözese Eichstätt Gerhard Rott an ihre Schule eingeladen. Schüler verschiedener Klassen folgten den Ausführungen von Schwester Mary Stella sehr interessiert und zeigten anschließend ihre Betroffenheit über die Situation der Armen und der unterdrückten nichtmuslimischen Minderheiten, vor allem der Christen, in Pakistan.

Die Schülerinnen und Schüler haben für ihr Leben etwas dazugelernt!

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